Auf dem Weg zu einer gemeinsamen Erinnerungskultur: Der Deutsch-Griechische Zukunftsfonds

Bundespräsident Joachim Gauck legt am Mahnmal von Lingiades einen Kranz nieder und hält eine Rede. Bild vergrößern Bundespräsident Joachim Gauck legt am Mahnmal von Lingiades einen Kranz nieder und hält eine Rede. (© picture alliance / dpa) Griechenland gehört zu den Ländern, die besonders stark unter der deutschen Besatzung gelitten haben. Bei seinem Griechenlandbesuch im März 2014 hat sich Bundespräsident Joachim Gauck in seinen Reden in Athen, Lingiades und Ioannina klar zu der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands bekannt und im Namen Deutschlands die Familien der Ermordeten um Verzeihung gebeten.

Gedenken am Mahnmal von Lingiades

Aufarbeitung voranbringen

Bundespräsident Joachim Gauck besucht in Ioannina die jüdische Synagoge Kahal Kadosh Hadash. Bild vergrößern Bundespräsident Joachim Gauck besucht in Ioannina die jüdische Synagoge Kahal Kadosh Hadash. (© Steffen Kugler) Die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der gemeinsamen Geschichte bleibt ein wichtiges Anliegen: Vor diesem Hintergrund hat das Auswärtige Amt den Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds eingerichtet, der die Förderung von Maßnahmen ermöglicht, die zum Aufbau einer gemeinsamen Erinnerungskultur sowie zur Versöhnung mit den Opferdörfern und jüdischen Gemeinden beitragen. Der Zukunftsfonds ist für die Jahre 2014 bis 2017 mit jährlich 1 Millionen Euro ausgestattet worden. In diesem Rahmen ist auch ein Sonderprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) angelaufen, um Forschungen zur deutsch-griechischen Geschichte verstärkt zu fördern.

Besuch der jüdischen Gemeinde Ioannina

Erfolgreiche Projektarbeit

Die "Halbzeitbilanz" des Zukunftsfonds fällt erfreulich aus. Die zahlreichen Anträge, die bisher eingingen, und die Vielzahl bewilligter und bereits durchgeführter Projekte belegen, dass die Einrichtung des Zukunftsfonds ein sinnvoller und notwendiger Schritt war.

Projekte im Rahmen des Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds

Wenn wir Erinnerungswege beschreiten, dann nicht, weil wir auf die Vergangenheit fixiert wären. Auch nicht, weil wir noch in ihrem Bann stehen. Aber wir schauen auf die Vergangenheit, um ihre Botschaft für die Gegenwart und Zukunft zu vernehmen: Vergesst niemals, dass Ihr wählen könnt zwischen Böse und Gut. Schützt und schätzt den Frieden. Lasst allen Menschen ihre Würde und ihre Rechte. Und schließlich: Achtet und sucht die Wahrheit. Sie ist eine Schwester der Versöhnung.

Bundespräsident Joachim Gauck am 7. März 2014 in Lingiades.

Deutsch-Griechischer Zukunftsfonds

Der „Deutsch-Griechische Zukunftsfonds“ wird von der Bundesregierung gefördert. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Informationen Zukunftsfonds

Merkblatt zum Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds [pdf, 240.78k]

Ansprechpartner für Antragsteller aus Griechenland:

Deutsche Botschaft Athen (athen%27%diplo%27%de,info)

Deutsches Generalkonsulat Thessaloniki (thessaloniki%27%diplo%27%de,info)

Ansprechpartner für Antragsteller aus Deutschland:

Auswärtiges Amt, Referat 601 (diplo%27%de,601-R)

Informationen DAAD

Förderung von Forschungsvorhaben und -veranstaltungen durch den DAAD

Ansprechpartner für Antragsteller aus Griechenland:

DAAD, Referat 314 (daad%27%de,zukunftsfonds)

Ansprechpartner für Antragsteller aus Deutschland:

DAAD-Informationszentrum Athen (athen%27%goethe%27%org,daad)