Wertschätzung und Verbundenheit mit Griechenland
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Bundesaußenminister Guido Westerwelle empfängt den griechischen Außenminister Stavros Lambrinidis (6.7.2011)
(© dpa/picture alliance)
Es ist erst wenige Tage her, dass das griechische Parlament umfangreichen Sparplänen zugestimmt und damit den Weg frei für weitere internationale Finanzhilfen gemacht hat. Die Reformen im Euroraum bestimmten auch das Gespräch von Außenminister Westerwelle und dem griechischen Außenminister Stavros Lambrinidis am 6. Juli.
Außenminister Westerwelle würdigte das Reformprogramm der griechischen Regierung als "entscheidenden Schritt voran" und drückte seine Anerkennung für die großen Anstrengungen des Landes aus: "Wir erkennen die Leistungen an, die die griechische Bevölkerung täglich erbringt, um den Erfolg der Reformen zu sichern."
Solidarität und Verantwortungsbewusstsein
Griechenland könne sich auch weiter auf die Solidarität seiner EU-Partner verlassen - "umgekehrt wissen wir, dass wir uns auf die Verantwortungskraft Griechenlands verlassen können". Das sei die Voraussetzung dafür, dass die griechische Wirtschaft zu Stabiliät und Wachstum zurückkehre und liege damit im europäischen und deutschen Interesse.
Lambrinidis dankte Westerwelle für die Anerkennung der griechischen Bemühungen und versicherte, dass Griechenland noch deutlichere Maßnahmen ergreifen werde.
Für eine europäische Rating-Agentur
Mit Blick auf die internationalen Finanzmärkte sprach sich Westerwelle für die Schaffung einer unabhängigen europäischen Rating-Agentur aus. "Es sind hier zu viele Interessenskollisionen, es sind hier zu viele Entwicklungen, die zu wenig Rücksicht nehmen auf das, was die reale Wirtschaftsperspektive in Europa ist", sagte er.
Sowohl Westerwelle als auch Lambrinidis hoben die traditionell guten Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland hervor - laut Westerwelle eine "freundschaftliche Beziehung von größter Wertschätzung"
Für Lambrinidis, der erst seit rund zwei Wochen im Amt ist, war der Deutschlandbesuch nach einer Zypernreise der erste offizielle Besuch als Außenminister. Auch dies zeige, wie "nah wir uns sind", so Lambrinidis.