Ansprache von Botschafter Dr. Albert Spiegel zur Pressekonferenz zur Ausschreibung des Deutsch-Griechischen Eleni-Vlachou-Journalistenpreises 2005 am 17.01.2005, in der Universität Athen

Botschafter Dr. Albert Spiegel bei der Ansprache zur Pressekonferenz zur Ausschreibung des Deutsch-Griechischen Eleni-Vlachou-Journalistenpreises 2005 Bild vergrößern Botschafter Dr. Albert Spiegel bei der Ansprache zur Pressekonferenz zur Ausschreibung des Deutsch-Griechischen Eleni-Vlachou-Journalistenpreises 2005

Sehr geehrte Mitglieder der Jury des Eleni-Vlachou-Preises, sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich über den besonderen Anlass, aus dem wir die heutige Pressekonferenz abhalten, und danke Ihnen für Ihr Kommen. Insbesondere begrüßen möchte ich auch den Preisträger des Eleni-Vlachou-Journalistenpreises des Jahres 2003, Herrn Ioannis Diakogiannis.

 

Der deutsch-griechische Eleni-Vlachou-Journalistenpreis wird alle zwei Jahre vergeben; in diesem Jahr zum zweiten Mal. Er wurde 2002 im Einvernehmen mit dem damaligen Ministerium für Presse und Massenmedien und der Familie der Namensgeberin, Frau Eleni Vlachou, geschaffen. Herr Prof. Mathiopoulos wird später noch zu dieser beeindruckenden Persönlichkeit sprechen. Für das Verständnis des Eleni-Vlachou-Preises nur so viel vorab: Frau Vlachou war eine hervorragende Journalistin; mit der Einstellung der Kathimerini aus Protest gegen die Obristen war Frau Vlachou beispielgebend in Mut und Zivilcourage. Dies sind die Werte, die wir mit dem Journalistenpreis auszeichnen wollen.

Seit damals ist unsere Welt noch stärker zusammengewachsen; in ihr verschwimmen zunehmend die Grenzen zwischen nationalen, europäischen und nationalen Themen, und nicht erst seit der Flutkatastrophe in Südostasien macht das Wort von der „Weltinnenpolitik“ die Runde. Die stärkere Vernetzung ist ein Gewinn, stellt aber die Medien vor die Herausforderung, diese zunehmend komplexen außenpolitischen Zusammenhänge ihrem Publikum zu vermitteln. Wir wollen deshalb mit dem Preis Journalisten ermutigen, die sich dieser Herausforderung mit Bravour stellen und hervorragende Leistungen im Bereich der europäischen und internationalen Berichterstattung erbracht haben. Denn im heutigen Europa, dass immer stärker zusammenwächst ist nur der ein guter Europäer, der möglichst viel über die anderen Europäer weiß.

Ein besonders gutes Beispiel für das Zusammenwachsen Europas sind die deutsch-griechischen Beziehungen, die traditionell – und zwar schon seit den Zeiten von König Otto bis zu Trainer Otto Rehhagel - von besonderer Sympathie und Interesse - auch wieder nach den schwierigen Zeiten des 2. Weltkriegs - füreinander geprägt waren; letzterer Otto wurde ja sogar zum Griechen des Jahres 2004 gewählt. Der Preis ist deshalb auch ausdrücklich ein deutsch-griechischer Journalistenpreis, mit dem wir ein Zeichen für die engen bilateralen Beziehungen im Bereich des Medienwesens setzen wollen.

Der Preis ist dotiert mit einer für den Gewinner von der deutschen Regierung maßgeschneiderten Deutschlandreise sowie aus einem Geldpreis i.H.v. 2.000 Euro, der in diesem Jahr von der deutschen Firma Media Markt gestiftet wird. Ich danke der Firma Media dafür, dass sie so gleich zweifach – 2005 wird sie im griechischen Markt aktiv werden - in Griechenland investiert.

Ich gebe das Wort zurück an den Präsidenten des Panhellenischen Journalistenverbands, Herrn Dimitris Glavas.

Ansprache von Botschafter Dr. Albert Spiegel zur Pressekonferenz zur Ausschreibung des Deutsch-Griechischen Eleni-Vlachou-Journalistenpreises 2005 am 17.01.2005, in der Universität Athen