Bundeskanzler Gerhard Schröder gratuliert Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. Bild vergrößern Papst Benedikt XVI.

Der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger ist zum neuen Papst gewählt worden. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Wahl des 78-jährigen Theologen als große Ehre für Deutschland begrüßt und ihn als würdigen Nachfolger des verstorbenen Papst Johannes Paul II. bezeichnet.

"Mit Papst Benedikt XVI. wurde ein Papst gewählt, der die Weltkirche wie kaum ein anderer kennt. Er ist ein großer, weltweit geschätzter Theologe. Ich gratuliere ihm im Namen der Bundesregierung und aller Bürgerinnen und Bürger seines Heimatlandes Deutschland ganz, ganz herzlich", erklärte Bundeskanzler Schröder am 19. April.

Auf dem diesjährigen Weltjugendtag wird der Bundeskanzler mit dem neu gewählten Papst zusammentreffen. "Und ich freue mich schon jetzt, ihn zum Weltjugendtag im August in Köln willkommen zu heißen", sagte Schröder.

Der deutsche Kurienkardinal Joseph Ratzinger war nach nur knapp 24-stündigem Konklave zum Nachfolger des verstorbenen Papst Johannes Paul II. gewählt worden. Von der Sixtinischen Kapelle des Vatikans stieg um 18:00 Uhr weißer Rauch auf. Dann schlugen die Glocken des Petersdoms und verkündeten der Welt die erfolgreiche Wahl eines neuen Papstes.

Der in Bayern geborene Ratzinger ist der erste deutsche Papst seit mehr als 500 Jahren. Ratzinger hat sich den Namen Benedikt XVI. gegeben. Der deutsche Kardinal diente dem am 2. April verstorbenen Johannes Paul II. seit 1981 als Präfekt der Glaubenskongregation. In dieser Funktion hatte er die Einheit des Glaubens zu wahren.

 

 

Bundespräsident Horst Köhler hat Papst Benedikt XVI. folgendes Telegramm geschickt:

"Eure Heiligkeit,

von ganzem Herzen gratuliere ich Ihnen zur Wahl zum Oberhaupt der Katholischen Kirche. Wie überall in der Welt haben auch hier in Deutschland Millionen Gläubige gespannt auf den Ausgang des Konklaves in Rom gewartet.

Dass ein Landsmann Papst geworden ist, erfüllt uns in Deutschland mit besonderer Freude und auch mit ein wenig Stolz. Nicht nur die Katholiken, auch Protestanten, Orthodoxe, Juden, Muslime, Buddhisten und nicht zuletzt viele Menschen, die sich zu keiner Religion bekennen, richten ihren Blick nach Rom. An Sie sind große Erwartungen gerichtet. Und ich bin mir sicher, dass Sie ihnen auf Ihre ganz besondere Weise, mit großer Klugheit und Glaubensfestigkeit, begegnen werden.

Als langjähriger Mitarbeiter des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. werden Sie sein großes Engagement für alle Menschen guten Willens und seinen Einsatz für die Achtung der Würde des Menschen in aller Welt fortsetzen, davon bin ich überzeugt. Froh und dankbar bin ich darüber, dass wir uns erst vor wenigen Tagen in Rom zu einem Gespräch haben treffen können.

Ich weiß, dass ein sehr konkreter Wunsch der deutschen Katholiken und vieler Jugendlicher weltweit sich mit dem
XX. Weltjugendtag verbindet, der im Sommer in der Diözese Köln stattfinden soll. Auch ich würde mich sehr freuen, Sie im August in unserem Land begrüßen zu können.

Ich wünsche Ihnen Mut und Kraft für einen überzeugenden Dienst am Glauben und zum Wohl der Menschen.

Ihr Horst Köhler"

 

 

Bundesaußenminister Joschka Fischer gratulierte Papst Benedikt XVI. mit folgenden Worten:

"Zu Ihrer Wahl zum Oberhaupt der katholischen Kirche gratuliere ich Ihnen herzlich.

Ihre Wahl wird in der ganzen Welt und weit über die katholische Kirche hinaus mit großer Freude aufgenommen und von hohen Erwartungen begleitet. Ich freue mich ganz besonders, dass ein Papst aus unserem Land gewählt worden ist.

Für Ihr Wirken für Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit in der Welt wünsche ich Ihnen alles Gute und viel Kraft."

Bundeskanzler Gerhard Schröder trägt sich zu Ehren des verstorbenen Papst Johannes Paul II. in das Kondolenzbuch in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin ein. Bild vergrößern Bundeskanzler Gerhard Schröder trägt sich zu Ehren des verstorbenen Papst Johannes Paul II. in das Kondolenzbuch in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin ein.

Bundeskanzler Gerhard Schröder gratuliert Papst Benedikt XVI.