Deutsche Feuerwehr im Kampf gegen Waldbrände in Athen
Eigentlich waren sie zu einem Trainings-Camp nach Griechenland gereist: Deutsche Freiwillige Feuerwehrleute üben seit Jahren während der Sommermonate gemeinsam mit ihren griechischen Kollegen die Bekämpfung von Waldbränden. In diesem Jahr wurden sie aber schon mehrfach zu echten Einsätzen gerufen.
Deutsche Feuerwehrleute halfen dabei, Walbrände in der unmittelbaren Umgebung von Athen zu löschen. Gemeinsam mit der Athener Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung und zahlreichen freiwilligen Helfern konnten die Brände, die am 16. und 17. August die nordöstlichen Stadtteile bedrohten, unter Kontrolle gebracht werden.
Der deutsche Botschafter Wolfgang Schultheiss überzeugte sich während eines Besuchs im Brandgebiet vom Engagement und der Professionalität der Feuerwehrleute: Kleine Brände, die immer wieder aufflammten, konnten rasch gelöscht werden.
Die deutschen Feuerwehrleute halten sich nicht zufällig in Griechenland auf – sie sind Teilnehmer eines Waldbrand-Einsatzcamps der griechischen Freiwilligen Feuerwehr ESEPA in Rizomata in der Nähe des Olymp. Die griechische ESEPA wurde 1999 nach dem Vorbild der deutschen Freiwilligen Feuerwehr gegründet. In Gegenden, in denen keine Berufsfeuerwehr existiert (beispielsweise auf zahlreichen Inseln) trägt sie die Hauptlast der Brandbekämpfung.
Seit 2001 wird die ESEPA in Sommercamps von Feuerwehrleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz unterstützt. Alljährlich fahren etwa 150 Männer und Frauen für einige Wochen nach Griechenland, um Erfahrung und Wissen mit ihren griechischen Kollegen zu teilen.
In diesem Jahr waren die deutschen Freiwilligen Feuerwehrleute bereits mehrfach im Einsatz: Sie konnten auch bei den größeren Waldbränden Ende Juli helfen.