Staatssekretär Stefan Kapferer zu Gesprächen in Athen

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Stefan Kapferer, reiste am 25. August nach Athen. Auf dem Programm standen Gespräche mit den griechischen Ministern für Wirtschaft, für Finanzen sowie für Umwelt, Energie und Klimawandel. Gegenstand der Gespräche ist die kürzlich von Wirtschaftsminister Rösler in die Wege geleitete Investitions- und Wachstumsoffensive für Griechenland sowie die Vorbereitung der für 6./7. Oktober geplanten Unternehmerreise des Ministers nach Athen.

Staatssekretär Kapferer: "Jetzt geht es darum, die Wachstumspotenziale der griechischen Wirtschaft zu mobilisieren. Unser Ziel ist es, vor Ort konkrete Unterstützungsmaßnahmen für die griechische Wirtschaft zu erörtern und einzuleiten. Deutschland will Griechenland bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, der Liberalisierung des Energiesektors und bei der Privatisierung unterstützen und Hilfe beim Aufbau von mittelständischen Strukturen leisten. Das Interesse der deutschen Unternehmen ist enorm."

Staatssekretär Kapferer wurde von Experten des Bundesverbandes der Industrie (BDI), der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) begleitet. Auf dem Besuchsprogramm stand auch ein Treffen mit dem Vizepräsidenten des griechischen Unternehmerverbandes.

Ergänzende Informationen

Deutschland ist seit Jahren der wichtigste Handelspartner für Griechenland. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2010 den Wert von 7,8 Mrd. Euro. Mit einem Investitionsbestand von ca. 3,4 Mrd. Euro war Deutschland bisher der größte Investor.

BM Dr. Philipp Rösler

Rösler begrüßt erleichterte Finanzierungsbedingungen für griechische Strukturfondsprojekte

Die EU-Kommission hat heute vorgeschlagen, die gemeinschaftliche Kofinanzierung von Strukturprojekten in Mitgliedstaaten, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, zeitweise auszuweiten. Für Griechenland würde sich der europäische Anteil bei entsprechenden Investitionen über die bisher möglichen 85 Prozent hinaus erhöhen. Der Europäische Rat und das Europäische Parlament müssen dem Vorschlag noch zustimmen.

Staatssekretär Stefan Kapferer zu Gesprächen in Athen

Griechische Wirtschaft stärken

Skulptur des Künstlers Max Clearhout in Brüssel: Euro-Symbol in Frauenhand vor griechischer Flagge

Griechenland muss wieder auf einen gesunden Pfad kommen, muss wettbewerbsfähiger werden. Nur so kann das Land seine Kredite zurückzahlen und zu einem stabilen Euro beitragen. Deshalb startete Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler gemeinsam mit der deutschen Wirtschaft einen Investitions- und Wachstumsdialog.

Investitions- und Wachstumsoffensive für Griechenland

Dr. Philipp Rösler, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

Vor dem Hintergrund des zweiten Hilfspaketes für Griechenland hat auf Einladung des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, am 27. Juli 2011 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin eine kurzfristig einberufene Konferenz stattgefunden. Damit wird einer der wesentlichen Eckpunkte des Bundeswirtschaftsministeriums für eine Investitions- und Wachstumsoffensive für Griechenland umgesetzt.