Pressemitteilung zum Thema Vogelgrippe in Griechenland
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Vogelgrippe in Griechenland
Zum Thema Vogelgrippe in Griechenland hat das griechische Ministerium für landwirtschaftliche Entwicklung am 17.10. folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
„Wie bereits bekannt hat die Regierung und das Ministerium für Landwirtschaftliche Entwicklung & Ernährung in Zusammenarbeit mit anderen zuständigen Ministerien, wie z.B. das Ministerium für Gesundheit, den Präfekturverwaltungen und sämtlichen mitzuständigen Trägern rechtzeitig alle Vorsorge-Maßnahmen getroffen, die sowohl in EU-Verordnungen, als auch in der nationalen Gesetzgebung vorgesehen werden.
Das Ministerium befindet sich täglich im Kontakt mit dem Veterinärausschuss der EU-Kommission, sowie mit dem für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständigen EU-Kommissar und es wurden bereits Maßnahmen zur Einschränkung und zum Verbot der Einfuhren aus Rumänien und der Türkei bekannt gegeben. Im Fall von Rumänien erfolgte sogar diese Entscheidung vor der entsprechenden Entscheidung der EU.
In Erwartung der Ergebnisse aus den Proben, die zu einem Labor nach Athen geschickt wurden und nach dem Fall der positiven Probe und dem Auftauchen von Antikörper der Vogelgrippe H5 hat der Minister für Landwirtschaftsentwicklung & Ernährung, den Minister für Gesundheit und Sozialwesen, den zuständigen EU-Kommissar, den Minister für die Ägäis und Inselpolitik, sowie den Präfekten von Chios über die zu treffenden notwendigen Maßnahmen informiert. Diese Maßnahmen werden in Runderlassen vorgesehen, die im Rahmen des im November 2004 angekündigten Aktionsplans herausgegeben worden sind.
Die für die Tiermedizinische Behörde der Inseln Chios & Oinousses - wo diese positive Probe entdeckt wurde - zuständige Präfekturverwaltung Chios hat bereits Weisung erhalten, alle für den Fall des Vogelgrippeverdachts vorgesehenen Maßnahmen zu treffen. Das ist die erste Stufe und das Ministerium wartet zunächst auf die Laborergebnisse aus der Probe, die dem von der EU anerkanntem Referenzlaboratorium für Vogelgrippe in Thessaloniki geschickt wurde, um, falls erforderlich, weitere Maßnahmen zu veranlassen.
Am Donnerstag wird die zuständige EU-Sondereinheit zusammenkommen. Diese wird zu einen Ständigen Veterinärausschuss umgestaltet. Falls erforderlich werden von ihr zusätzliche Maßnahmen festgelegt, die dann vom Ministerium umgesetzt werden.
Der Minister für Landwirtschaftliche Entwicklung & Ernährung wird morgen nach Luxemburg reisen um im Rahmen des dort stattfindenden Sondertreffens der EU-Außenminister das Thema der Vogelgrippe vorzutragen und über die WHO und den Agrarsektor zu diskutieren. Es könnten einige weitere Maßnahmen getroffen werden, wie z.B. die Abgrenzung der betroffenen Region. Es handelt sich dabei um ein Dorf mit 500-600 Einwohnern und einigen Haustieren. Der Betrieb, aus dem die positive Probe stammt, ist ein abgelegener Betrieb mit ca. 20 Tieren und die Probe wurde von einem lebendigen und nicht einem toten Tier gezogen.
Die zu treffenden Maßnahmen sind folgende:
Überwachung des Betriebs, Abzählung des Geflügels im Betrieb, Trennung des Geflügels, Untersagung des Verkehrs von Personen, Fahrzeugen und anderen Tieren, Untersagung der Verbringung von Geflügel, Tierfutter, Kot aus dem und zu dem Betrieb, Untersagung der Verbringung von Eiern aus dem Betrieb, Reinigung und Desinfektion der Eingänge und Ausgänge der Stallungen, Haltung des Geflügels in geschlossen Räumen, Durchführung klinischer Untersuchungen.
Die zuständige Veterinärmedizinische Direktion der Präfekturverwaltung Chios verfügt über sämtliche dazu erforderliche Mittel (Schutzkleidung, Handschuhe, Desinfektionsmittel).
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