Wandernde Handwerksburschen in Athen
Die "Walz" hat seit dem Mittelalter Tradition. Vergangene Woche besuchten drei Handwerksgesellen die Botschaft Athen.
Einer alten Tradition folgend geht so mancher Handwerksgeselle auch heute noch auf Wanderschaft. So auch drei junge Zimmermänner und Klavierbauer aus Berlin und Dortmund: Über Rumänien, Bulgarien und Griechenland wollen sie nach Zypern und Israel reisen. Vergangene Woche schauten sie in ihrer traditionellen Tracht bei der Botschaft Athen vorbei - zur Freude der Belegschaft.
Von der Botschaft erhielten die drei ein Siegel in ihre Wanderbücher. Sie bedankten sich in gereimten Versen und erbaten Glück für die weitere Arbeit der Botschaft - das kann sie immer brauchen ...
| Die Wanderschaft war seit dem Spätmittelalter bis zur beginnenden Industrialisierung eine der Voraussetzungen für den Gesellen, die Prüfung zum Meister zu beginnen. Die Gesellen sollten vor allem neue Arbeitspraktiken, Lebenserfahrung und fremde Orte, Regionen und Länder kennen lernen. Ein Handwerker, der sich auf dieser traditionellen Wanderschaft befindet, wird als Fremdgeschriebener oder Fremder bezeichnet. |
|---|