Gedenkkonzert für die Opfer des Holocaust aus Thessaloniki (1943-45)

Poster der Veranstaltung Bild vergrößern Das Poster der Veranstaltung (© Staatsorchester Thessaloniki) Das Staatliche Orchester Thessaloniki gedenkt mit einem historischen Konzert in München der Juden von Thessaloniki, die in deutschen Konzentrationslagern ermordet wurden. Das Konzert wird durch die finanzielle Unterstützung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland aus dem Deutsch-griechischen Zukunftsfonds ermöglicht. Es steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten der Griechischen Republik und wird in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde von Thessaloniki durchgeführt.

Ab März 1943 wurden 46.091 Juden aus Thessaloniki mit 19 Güterzugtransporten in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Eine blühende Gemeinschaft der Stadt und mit ihr das sephardische kulturelle Erbe eines halben Jahrtausends wurden innerhalb zweier Jahre ausgelöscht. Das Staatliche Orchester Thessaloniki gedenkt mit einem dichten Programm führender griechischer und jüdischer Künstler all derjenigen, die nie zurückgekehrt sind. Die nur 1.950 Überlebenden, die dieser Hölle auf Erden entkommen sind, haben in der Musik Trost gefunden. Wie ihre Schicksalsgenossen hatten sie noch auf ihrer Fahrt in die Konzentrationslager das Lied gesungen  „Warte auf mich, Thessaloniki“.

Die Pressemitteilung der Veranstaltung finden sie hier:

Gedenkkonzert

Dirigent Georgios Vranos, Generalkonsul Walter Stechel und der Präsident der Jüdischen Gemeinde Thessaloniki, David Saltiel.